Das Netzwerk der deutschsprachigen Auslandsmedien hat eine neue Präsidentin

20. August 2026

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6. Oktober – Tag der Auslandsdeutschen

Das Netzwerk deutschsprachiger Medien weltweit ruft neuen globalen Gedenktag aus

Ohne Deutsche gäbe es in den USA keine Hamburger, kein Ketchup, keine Micky Maus, keine Jeans, kein Paypal und keine Hollywoodfilme! In Paris stünde kein Eiffelturm. Die Briten hätten keinen König Charles und keine Weihnachtsbäume. In Paraguay würde ohne Deutsche die Milchversorgung zusammenbrechen. Der argentinische Tango müsste ohne seine typische musikalische Untermalung durch das Bandoneon auskommen. Ohne Deutsche würde Australien heute nicht zu den weltweit führenden Wein-Exporteuren gehören. Wichtige Teile der Aborigines-Kultur wären in Vergessenheit geraten. Das größte Platin-Vorkommen der Welt in Südafrika und einzigartige Felszeichnungen in der libyschen Sahara würden vielleicht bis heute auf ihre Entdeckung warten. In Pakistan wären Tausende Menschen ohne eine Deutsche aus Leipzig an Lepra gestorben.

Viele der über 60 Millionen Deutschstämmigen im Ausland haben Großartiges geleistet. Doch diese Leistungen werden kaum gewürdigt. Nur in den USA feiert man die Deutschamerikaner seit 1983 alljährlich am 6. Oktober mit einem eigenen offiziellen Gedenktag.

Dieser Ehrentag wird nun auf alle Länder rund um den Globus ausgeweitet. Die im Netzwerk der Internationalen Medienhilfe (IMH) zusammengeschlossenen deutschsprachigen Auslandsmedien haben den 6. Oktober zum internationalen „Tag der Auslandsdeutschen“ erklärt.

Björn Akstinat, Gründer und Leiter der IMH, sagt dazu: „Für den kommenden 6. Oktober planen die deutschsprachigen Zeitungen, Zeitschriften, Internetportale, Radio- und Fernsehsendungen im Ausland zahlreiche Sonderberichte und Sonderseiten. Ihre deutschen und deutschstämmigen Leser, Zuschauer und Zuhörer werden auf Wunsch bei Veranstaltungen unterstützt. Eine Serie mit Kurzvideos von Deutschen aus aller Welt zum neuen regelmäßigen Gedenktag ist in den Sozialen Netzwerken bereits angelaufen. Die Videos stammen beispielsweise von prominenten Persönlichkeiten wie Schauspieler Ralf Moeller aus Los Angeles oder der aktuellen „Auslandsdeutschen des Jahres“ aus Budapest.“

Vereine, Medien und Personen, die sich mit Aktionen am neuen Gedenktag beteiligen möchten, können sich beim zentralen Organisationskomitee unter info@medienhilfe.org melden.

Zusatzinformationen:

Außerhalb Deutschlands, Österreichs, Liechtensteins, Luxemburgs und der Schweiz existieren rund 2.500 Zeitungen, Zeitschriften, Internetportale, Radio- und Fernsehsendungen in deutscher Sprache. Die Wichtigsten haben sich im Netzwerk „Internationale Medienhilfe (IMH)“ vereint.

Seit Jahrzehnten feiert man in den USA alljährlich am 6. Oktober den offiziellen „German American Day“. 1983 rief der damalige Präsident Ronald Reagan den Gedenktag aus, um damit an die Ankunft der Gründer von Germantown in Pennsylvania am 6. Oktober 1683 und die ersten bedeutenden Siedlungsaktivitäten von deutschen Familien in Nordamerika zu erinnern. Nach rund 350 Jahren sind die Deutschstämmigen mittlerweile die größte Bevölkerungsgruppe der Vereinigten Staaten. Im Rahmen der letzten US-Volkszählungen haben jedes Mal rund 50 Mio. Einwohner angegeben, deutsche Vorfahren zu haben. Damit führen sie die Rangliste der wichtigsten ethnischen Gruppen deutlich vor den irisch-, mexikanisch- und englischstämmigen US-Amerikanern an. Den höchsten prozentualen Anteil deutschstämmiger Einwohner haben die Bundesstaaten Wisconsin, Nord-Dakota und Süd-Dakota.

Nach den USA leben die meisten Auslandsdeutschen in Brasilien, Kanada, Argentinien, Frankreich und Australien.

Die Organisation des neuen Gedenktages wird freundlicherweise von der Theo-Münch-Stiftung für die Deutsche Sprache unterstützt.