Zeitungen berichten über Auszeichnung der IMH
8. August 2019
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IMH informiert seit Jahrzehnten über Pressefreiheit weltweit

Insgesamt 34 Journalisten wurden 1996 wegen kritischer Berichterstattung ermordet. Dies teilte die Internationale Medienhilfe (IMH) in Hennef bei Köln gestern mit. Allein in Algerien kamen nach diesen Angaben neun Medienvertreter bei Anschlägen ums Leben.

(„taz – die tageszeitung“ vom 22. Januar 1997: https://taz.de/Archiv-Suche/!1418056)

 

34 Journalisten wurden im vergangenen Jahr weltweit wegen kritischer und unerwünschter Berichterstattung ermordet, berichtet die Internationale Medienhilfe.

(„BILD“-Zeitung vom 22. Januar 1997)

 

Weltweit über 20 Journalistenmorde im ersten Halbjahr

Hennef (ddp/ADN) – In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden weltweit mindestens 25 Journalisten ermordet. Wie die Internationale Medienhilfe (IMH) in Hennef mitteilte, kamen allein in Algerien acht Medienvertreter bei Anschlägen ums Leben. Damit seien dort seit Ausbruch des Bürgerkrieges insgesamt über 60 tote Journalisten zu beklagen. „Neben Algerien waren in den zurückliegenden Monaten besonders die GUS-Staaten und Indien Tatorte von Journalistenmorden“, so die IMH. „Eine weitere traurige Tatsache ist, daß zur Zeit etwa 200 Journalisten in verschiedenen Gefängnissen dieser Welt wegen regierungskritischer Berichterstattung inhaftiert sind.“

(Tageszeitung „Die Welt“ vom 30. Juli 1996)

 

Mord und Verfolgung – 1997 weltweit 30 getötete Journalisten

… Wer nach Norden, Süden und Osten schaut, sieht die Pressefreiheit in allen Himmelsrichtungen bedroht. Auch im Westen, dem Hort der Meinungsfreiheit, wo die Mitwirkung der Medien an der Meinungsbildung in den Verfassungen der »Westminster«-Demokratien festgeschrieben ist, sehen Verleger und Journalisten Gefahren für die Pressefreiheit. In Frankreich etwa, man staune, ist es nach einer Mitteilung des deutschen Koordinationsbüros der Internationalen Medienhilfe Minderheiten nicht uneingeschränkt erlaubt, Druckmedien in ihrer Muttersprache herauszubringen.

(BDZV-Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, „Die Zeitung“ 2/1998)

 

Pressefreiheit: Internationale Medienhilfe beklagt den Tod von mehr als 30 Journalisten

In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden weltweit bereits mehr als 30 Journalisten wegen ihres Berufs getötet – hinzu kommen hunderte verletzte, attackierte und inhaftierte Medienmacher, meldet die Internationale Medienhilfe (IMH). „Damit hat sich die Lage gegenüber den Vorjahren nicht verbessert. Es ist damit zu rechnen, dass im gesamten Jahr 2012 deutlich über 60 Journalistenmorde (ähnlich wie 2011) zu beklagen sind“, erklärt Björn Akstinat von der Internationale Medienhilfe (IMH), die als bedeutendste Organisation für Minderheitenmedien gilt und in diesem Rahmen kontinuierlich die Pressefreiheit weltweit beobachtet. Als gefährlichste Regionen für Presse- und Rundfunkmitarbeiter gelten weiterhin islamische Länder und Lateinamerika. „Die Todesursachen sind ganz unterschiedlich: Journalisten kommen beispielsweise bei Kriegshandlungen ums Leben oder werden von auflauernden Killern gezielt ermordet. In Entwicklungsländern ist es möglich, Auftragskiller schon für weniger als umgerechnet 50 Euro anzuheuern“, so Björn Akstinat. Deutschland gehört zu den Ländern mit dem höchsten Grad an Presse- bzw. Meinungsfreiheit. Von staatlicher Seite gibt es kaum Einschränkungen. Medienmitarbeiter können dennoch oft nicht frei und neutral berichten, da sie Angst vor Angriffen von Islamisten, Rechts- bzw. Linksextremisten haben oder teils Druck von Vorgesetzten und Werbekunden ausgesetzt sind, hat die Internationale Medienhilfe herausgearbeitet. Eine Gefahr für wahrheitsgemäßen Journalismus inmitten der Medienszene ist vielen Bürgern kaum bewusst: Bei west- und ostdeutschen Medien sollen immer noch zahlreiche unentdeckte ehemalige Stasi-Spione arbeiten. „Dass diese auch nach der Wende weiter versuchen, Nachrichten zu manipulieren, bestätigte der Fall eines enttarnten Redakteurs bei der „Berliner Zeitung“, der Negativ-Berichterstattung über DDR-Aufklärer unterstützte“, erklärt Björn Akstinat. Bezüglich des EU-Auslandes machte in den vergangenen Monaten besonders die restriktivere Mediengesetzgebung in Ungarn Schlagzeilen. Speziell bei dortigen Minderheitenmedien wurden Einschränkungen befürchtet. Wie sich jetzt gezeigt hat, wurden diese Befürchtungen bislang nicht Realität. Die Fokussierung der Berichterstattung auf die Situation in Ungarn verhinderte leider den Blick auf ein anderes Land: Frankreich. Dort werden Medien in Minderheitensprachen im europäischen Vergleich stark benachteiligt und bei der Arbeit behindert. So wurde beispielsweise die Presse in Bretonisch oder Deutsch fast vollkommen zugrunde gerichtet. Am Jahresanfang musste die letzte deutschsprachige Tageszeitung im Elsass aufgeben.

(Informationsdienst „newsroom“ vom 02. Juli 2012: https://www.newsroom.at/news/aktuelle-meldungen/pressefreiheit-14/pressefreiheit-internationale-medienhilfe-beklagt-den-tod-von-mehr-als-30-journalisten-731115)

 

Erstmals liegt das Land mit den meisten Journalistenmorden in Westeuropa

Das hat es noch nicht gegeben: In der Halbjahresbilanz zu den Journalistenmorden weltweit stellt sich ein westeuropäisches Land als das tödlichste heraus – und zwar Frankreich. Alle Toten sind dort auf einen einzigen Anschlag zurückzuführen, aber das traurige Pariser Ereignis („Charlie Hebdo“) ist kein Einzelfall. Islamistische Angriffe und Drohungen gegen Journalisten gibt es in Frankreich und ganz Europa immer häufiger, auch wenn sie nicht immer tödlich enden. Beim Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins Charlie Hebdo kamen in Paris Anfang des Jahres acht Journalisten ums Leben. Der Islamismus sei derzeit die größte Gefahr für die Presse- und Meinungsfreiheit in Westeuropa und im Rest der Welt, bilanziert die Internationale Medienhilfe (IMH) mit Sitz in Berlin. Die Arbeitsgemeinschaft IMH unterstützt seit mehr als 20 Jahren insbesondere interkulturelle Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunkprogramme durch Beratung und Vernetzung. Die acht französischen Opfer kamen beim Anschlag auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ am 7. Januar ums Leben. Im Süd-Sudan wurden ebenfalls alle fünf Journalisten gemeinsam bei einer Attacke am 25. Januar getötet. In Frankreich ist nicht nur das Verhalten islamischer Extremisten problematisch, sondern weiterhin auch die Behandlung der dortigen Minderheitenmedien durch staatliche Stellen, wie die IMH berichtet. Nahezu alle europäischen Länder unterstützen Publikationen und Rundfunkprogramme für Minderheiten. Die Medien der Elsässer, Bretonen oder Korsen würden jedoch systematisch benachteiligt. Ihnen würden Fördergelder vorenthalten, die in anderen EU-Ländern üblich sind. Bis vor kurzem war es den mehr als einer Million deutschsprachigen Elsässern noch bei Strafe verboten, komplett muttersprachliche Zeitungen zu publizieren. Frankreich erkenne offiziell nicht an, so die IMH, dass es in seinen Grenzen Minderheiten gebe. Deshalb habe die Pariser Zentralregierung auch bis heute nicht die Europäische Minderheitencharta sowie die Europäische Charta der Regionalsprachen ratifiziert. Die Situation der Elsässer sei damit beispielsweise erheblich schlechter als die von deutschsprachigen Minderheiten in Rumänien oder Ungarn.

(Monatsmagazin „RivieraZeit“ aus Nizza vom 23. Juli 2015: http://www.riviera-press.fr/zeit/node/38324)

 

38 Journalistenmorde führt die Internationale Medienhilfe (IMH) alleine im ersten Halbjahr 2015 auf. Acht Journalistinnen und Journalisten starben alleine beim Anschlag auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ am 7. Januar in Paris. Die Videos, die die Ermordung einer Reporterin und eines Kameramannes am Mittwochmorgen in den USA zeigen, sorgen selbst bei erfahrenen Nachrichtenmenschen für absolute Schockmomente.

(Mediendienst „kress-report“ vom 27. August 2015: https://kress.de/news/detail/beitrag/132547-us-reporter-vor-laufenden-kameras-umgebracht-wenn-ich-die-videos-ansehe-verliere-ich-einen-teil-meiner-wuerde.html)