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Linksextremismus: Schwerster Angriff auf Journalisten

Es war der schlimmste Angriff auf Journalisten und die Pressefreiheit in der jüngeren deutschen Geschichte: Am 1. Mai 2020 wurde ein Team des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) in Berlin von rund 20 vermummten Personen gezielt mit Metallstangen und Fäusten angegriffen und teils lebensgefährlich verletzt. Die Attacke wurde so brutal geführt, dass die Angreifer auch den Tod der Journalisten, Kameraleute und weiteren ZDF-Mitarbeiter einkalkuliert haben mussten.

Das siebenköpfige ZDF-Team berichtete für die Satiresendung „heute-show“ von einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen. Mit dabei war der bekannte Komiker Abdelkarim Zemhouteder. Sechs der Medienvetreter kamen ins Krankenhaus – darunter ein bewusstloser Kameramann. Auf ihn hatte man eingetreten, obwohl er schon regungslos am Boden lag.

Die anschließenden Polizeiermittlungen ergaben, dass die Angreifer aus dem „linken politischen Spektrum“ stammen.

Sechs der Tatverdächtigen hatte die Polizei schnell festnehmen können: zwei Frauen (25, 27) und vier Männer (24, 25, 25, 31). Doch sie wurden nach nur einer Nacht in Polizeigewahrsam ebenso schnell wieder freigelassen.

Erst mehrere Jahre später begann der Prozess. Im Januar 2024 verurteilte ein Berliner Gericht lediglich vier der Täter, drei Männer und eine Frau, zu milden zweijährigen Bewährungsstrafen.

Viele Fragen bleiben offen: Was ist mit den anderen Tätern? Was waren die eigentlichen Motive und Hintergründe? Warum gibt es bei einer solch schlimmen Tat keine Haftstrafen? Gab es eine politische Einflussnahme auf die Ermittlungen und das Urteil?

 

Hier einige Auszüge aus einem Bericht der „BILD“-Zeitung vom 08.01.2024 zum Gerichtsprozess:

„Ausspähen, draufhauen: Weil sie mit einem Pulk Vermummter ein Fernseh-Team um den bekannten Komiker Abdelkarim am Rande einer Demonstration brutal zusammenschlugen, wurden drei Studenten und ein Sozialarbeiter verurteilt. Nicht einer distanziert sich von Gewalt, sie sagen lediglich: Hat aus Versehen die Falschen getroffen!

Am 1. Mai 2020 in Berlin-Mitte: In einer Seitenstraße beim Alexanderplatz macht das TV-Team vom ZDF-Satiremagazin „heute-show“ Zigarettenpause. Rund 20 Vermummte stürmen auf sie zu, schlagen sie nieder. „Wie Zombies, die rennen können“, erinnert sich Komiker Abdelkarim (42, „Der Marokkaner deines Vertrauens“) später.

Wer verhaftet wurde, kam schnell wieder frei. Auch Miriam (31, fuchsrote Haare) und Simon S. (29, Kickboxer und MMA-Trainer), Geschwister und Sprösslinge einer Unternehmerfamilie aus Schwaigern/Landkreis Heilbronn in Baden-Württemberg.

Fast vier Jahre später sind sie angeklagt im Hochsicherheitssaal 700 (sonst für Mörder und Terroristen reserviert). Beide studieren, beziehen Bafög. Auch Kevin G. (34) ist Bafög-Student. Johannes F. (28) gibt als Beruf Sozialarbeiter an. Vorwurf der Anklage: gefährliche Körperverletzung (Strafrahmen 6 Monate bis 10 Jahre Haft).

Ein Regisseur (63), der damals im Krankenhaus landete: „Das war kein Zufall, das wirkte organisiert, das war eine konzertierte Aktion.“ Ein Kameramann (53): „Einer ist mich direkt angesprungen, stieß mich zu Boden, mir wurde schwarz vor Augen, ich war bewusstlos.“ Ein Sicherheitsmann: „Einige wirkten kampfsportversiert, richtige Bullen. Eine weibliche Stimme gab das Signal zum Flüchten. Jeder von uns hatte mit mindestens drei Angreifern zu tun, am Boden gab es noch massive Tritte gegen den Kopf.“

Ein anderer Sicherheitsmann: „Ich rief noch: Da kommt der Schwarze Block! Hörte den Ruf: Jetzt kriegt ihr paar aufs Maul! Das waren etwa 20 Leute, darunter zwei bis drei Frauen.“ Ein Tonassistent: „Sie traten mich wie einen Fußball.“

Keiner der vier Angeklagten sagt etwas dazu. Fast alle aus dem TV-Team waren verletzt (Hämatome, Nasenbruch, Kopfplatzwunden). Keiner der Angeklagten ist vorbestraft. Keiner von ihnen distanzierte sich von Gewalt.

11.10 Uhr begann der Prozess. 14.06 Uhr das Urteil: Jeweils zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung. Außerdem jeweils 5000 Euro Geldbuße, die dann vom Gericht unter den sechs Verletzten als Schmerzensgeld aufgeteilt werden.“

 

Linksradikale Angriffe auf Journalisten sind keine Seltenheit:

Weitere Beispiele sind massive Drohungen gegen Pressevertreter, die Anfang 2020 Fotos bei einer linksgerichteten Demonstration in Leipzig machen wollten, oder Attacken gegen Medienschaffende im Umfeld des G20-Gipfels 2017 in Hamburg, bei denen zwei Journalisten zu Boden gestoßen wurden.