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11. April 2020
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Deutsche entdeckten Amerika vor Kolumbus

Wie das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) in seiner ausführlichen Dokumentation „Das Amerikarätsel“ berichtete, gibt es historische Schriften und Karten, die belegen sollen, dass die deutschen Seefahrer Dietrich Pining und Hans Pothorst zusammen mit dem Portugiesen Cortereal im Jahre 1473, also 19 Jahre vor Christoph Kolumbus, Amerika entdeckten. Die drei Abenteurer waren von den Königen Dänemarks und Portugals 1471 entsandt worden und hatten eigentlich den Auftrag, über Island nach Grönland zu segeln, um von dort aus auf der Nordroute den Seeweg nach Asien zu finden. Der dänische König Christian I. und der portugiesische König Alfons V. wollten so einerseits den Handel mit Grönland reaktivieren und andererseits ausloten lassen, wie man schneller und einfacher an die begehrten Waren aus Fernost kommen kann. Nach Asien gelangten Pining, Pothorst und Cortereal nicht, aber laut verschiedener Quellen landeten sie wohl im Norden des heutigen Kanadas. Pining (ca. 1428-1491) und Pothorst stammten beide aus Hildesheim und hatten schon vor Beginn der Expedition einige erfolgreiche Missionen für Dänemark durchgeführt. Nach der Entdeckungsreise war Dietrich Pining von 1478 bis 1490 Gouverneur des zu Dänemark gehörenden Islands. In Hildesheim hat man nach ihm bereits eine Straße und eine Schule benannt. Am Haus des Glockenspiels in der Bremer Böttcherstraße wurde Pining und Pothorst eine Bildtafel gewidmet, die sie mit einem Indianer zeigt.

Text: IMH-Nachrichtenagentur
Foto: Dietrich Pining und Hans Pothorst mit Indianer auf Bildtafel „Ozean-Bezwinger“ von Bernhard Hoetger am Haus des Glockenspiels in Bremen