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11. Januar 2026Es wurde von deutschen Wissenschaftlern in Deutsch-Ostafrika (Tansania) entdeckt und im Berliner Naturkundemuseum für die Nachwelt erhalten
Das Museum für Naturkunde in Berlin beherbergt eines der beeindruckendsten Relikte der Erdgeschichte: das Skelett des „Giraffatitan brancai“, das als das größte bzw. höchste aufgestellte Dinosaurier-Skelett der Welt gilt und im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet ist. Mit einer Höhe von 13,27 Metern und einer Länge von etwa 22,5 Metern zieht das weltweit einzigartige Exponat jährlich Tausende Besucher in seinen Bann.
„Giraffatitan brancai“ lebte vor etwa 150 Millionen Jahren und konnte ein Gewicht von bis zu 40 Tonnen erreichen. Der pflanzenfressende Saurier zeichnete sich durch seine außergewöhnlich langen Vorderbeine und den giraffenähnlichen Hals aus – daher auch der Name „Giraffatitan“, der 2009 vergeben wurde, um ihn vom nordamerikanischen „Brachiosaurus“ abzugrenzen, dem er stark ähnelte.
Die Knochen des „Giraffatitan“ wurden zwischen 1909 und 1913 während der berühmten deutschen Tendaguru-Expedition ausgegraben. Der Fundort war der Tendaguru-Hügel in der Region Lindi des heutigen Tansanias, das damals als Kolonie Deutsch-Ostafrika zu Deutschland gehörte. Die Expedition wurde vom Museum für Naturkunde organisiert und von den Paläontologen Werner Janensch und Edwin Hennig geleitet. Erste Hinweise auf die Fossilien stammten von 1906/1907, als der deutsche Ingenieur Wilhelm Sattler Knochen entdeckte und dies dem Museum meldete.
Die Deutschen bauten im damaligen Ostafrika eine teils bis heute genutzte Infrastruktur auf, beendeten die arabische Sklaverei, befriedeten Stammeskonflikte, schufen eine einheitliche Grammatik wie auch Schrift für das dort gesprochene Kisuaheli und erforschten Land, Leute sowie Natur. Ohne die deutschen Kolonial-Forscher wäre es nicht zur Entdeckung, fachmännischen Ausgrabung, Konservierung, Untersuchung, wissenschaftlichen Einordnung und angemessenen Präsentation der Fossilien gekommen.
Heute dient das Skelett nicht nur als Touristenattraktion, sondern auch als Forschungsobjekt, das Einblicke in die Entwicklung und das Leben der Dinosaurier gibt. Ein Besuch im Museum für Naturkunde lohnt sich, um diesen Giganten der Vorzeit hautnah zu erleben.
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